Wenn nichts mehr erklärt werden muss

Wenn nichts mehr erklärt werden muss

Diese Reihe endet nicht mit einer Erkenntnis.
Sie endet auch nicht mit einer Methode.
Sie endet mit einem Raum.


Einem Raum,
in dem nichts mehr erklärt werden muss –
weder dem Pferd,
noch anderen,
noch sich selbst.


Was bleibt

Vielleicht ist nach diesen Texten
kein neues Wissen hinzugekommen.
Aber möglicherweise
ist etwas ruhiger geworden.


Der Blick.
Der innere Takt.
Der Anspruch.


Pferde verändern uns nicht.
Sie konfrontieren uns auch nicht.
Sie reagieren auf das,
was wir in den Kontakt mitbringen.


Und manchmal genügt es,
das wieder wahrzunehmen.


Erfahrung verliert hier nicht ihren Wert
Nichts von dem, was man gelernt hat,
wird infrage gestellt.


Erfahrung bleibt Erfahrung.
Kompetenz bleibt Kompetenz.
Doch sie bekommt einen anderen Rahmen:
nicht als Absicherung,
sondern als Hintergrund.
Nicht als Antwort,
sondern als Fundament.

Der eigentliche Abschluss

Vielleicht liegt der Kern dieser Reihe
nicht darin, etwas anders zu machen.
Sondern darin,
wieder ganz anwesend zu sein
in dem,
was man ohnehin tut.


Ohne Druck.
Ohne Rechtfertigung.
Ohne etwas beweisen zu müssen.


Pferde brauchen das nicht.
Und vielleicht wir auch nicht.


Ein stiller Gedanke zum Mitnehmen
Beziehung beginnt nicht im Tun.
Sie beginnt im inneren Zustand.
Alles andere folgt.

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